Was ist denn bis jetzt passiert? Teil 1

Für was ist diese Zeit „Zwischen den Jahren“ bekannt? Richtig, Jahresrückblicke!

Und für was ist unser Logbuch bekannt? …..Extrem unregelmäßige Beiträge….

Daraus lässt sich doch was machen. Deswegen folgt jetzt zur Feier der neuen Website in der nächsten Zeit ab und zu ein kleines Highlight der letzten zwei Jahre.

Heute der erste Knaller des Jahres 2020:

Im März wurde unser Besanmast in Greifswald neugebaut. Der Alte war schon etwas in die Tage gekommen und sollte vor der Not ausgetauscht werden. Aus einem Douglasienstamm entstand mit finanzieller Unterstützung durch den Vorpommernfonds der neue Mast.

Da liegt sie nun, die ganze Arbeit.

So ein Baumstamm ist ja von Natur aus schon relativ rund. Und die meisten Masten reihen sich ebenfalls in die Familie der rotationsrunden Körper ein. Dannoch ist es mit Borke abschälen und Lack drauf, leider nicht getan..

Da müssen Kettensäge, Hobel, Hobel und Hobel gepaart mit etwas Fachwissen ran.

Bekleidet vom Kettensägengejaule wird der Stamm zum Vierkant

Grob wird das ganze mit der Kettensäge zugeschnitten und dann alles genau winklig gehobelt. Diese winkeligen Flächen sind die Grundlage zum Anzeichnen und Herstellen der Achtecksflächen.

Sauerkraut – Das neue Powerfood

Jetzt erahnt man schon wo die Reise auf diesem knöchelhoch von Hobelspänen gesäumten Weg hinführt. Aus dem Achtkant wird ein Sechszehn-Kant und später ein 32-Kant.

Noch kantig, aber die Form ist schon zu erahnen.

Da es ab dem 32-Kant bei den meisten Handwerkern mit dem Kopfrechnen eh schwierig wird, einigt man sich darauf die Kanten nochmal zu brechen und anschließend nach Augenmaß rundzuhobeln. Den Rest erledigt das Schleifpapier.

Anschließend folgen, nach meheren Lagen Lack, die Montage der Beschläge und das anschlagen von stehenden und laufenden Gut. Da muss man sich nochmal konzentrieren, damit wenn der Mast um 90° aufgerichtet wird keine Peinlichkeiten und Ärgernisse offenbart werden.

Jetzt möchten wir euer Auge nochmal auf ein entscheidentes Bauteil lenken. Die hannetypischen Mastspitzen mit ihren Kugelblitz-Blitzableitern. Die Zwiebel für den Besan musste auch erneuert werden. Dies wurde ins Homeland of Drechseln outgesourced. In einer erzgebirgischen Findus-und-Peterson-Wichtel-Rumpelwerkstatt entsand, wie für den Großmast auch schon, eine formidabele Zwiebelspitze. Vielen Dank dafür!

Am Ende wurde der Mast pünktlich und ohne Zwischfälle gestellt. Immer wieder faszinierend so ein Kran. Der kommt,hebt Sachen an, stezt sie wieder ab und fährt weiter. Was für ein Leben! für die Hanne sollte es noch etwas dauern bis wir weiter fahren konnten. So starteten wir esrtmal in die Pandemie, bevor wir mit neuem Besanmast in die neue Segelsaison starten konnten. Zu Thema beim nächsten Mal vielleicht mehr…

Der Kran ist weg. Der Besan steht.