Baubericht 2.0

Die zweiwöchige Bausaison auf der Slip ist jetzt vorbei. Letztes Wochenende wurde noch bis spät in die Puppen gebaut, Propellerwelle rein, Propeller angeschraubt, neue Ruderwelle eingebaut und Ruderfuß fachmännisch geschweißt. Und wunderbarer Weise ging alles nach Zeitplan. Verrückt, aber wahr! Dabei wurden 6(!) Planken neu gemacht (Backbord und Steuerbord je 3 komplett neu, etwa 20m).

Und vorher wurde natürlich richtig viel aufgemacht. Das heißt, ran mit der Motorkettensäge, alte Planken raussägen, und dabei keine Kabel und Leitungen im Inneren anschneiden! Nägel und Holz wegnehmen und ein großes Loch tut sich auf:
Hier sehen wir eine von vielen schon gestümten Planken, die noch weiter angepasst werden (plattdeutsch: gestümt = bedampft, damit wird die gebogene Form des Eichenholzes für den Schiffsrumpf möglich gemacht, also das Holz wird durch den Wasserdampf weich gemacht und dann gebogen). Links daneben auf dem Boden liegt das Modell für die Planke.
Wenn man das Ganze ganz oft wiederholt, bekommt man das große Loch auch wieder zu. Das sieht dann im Idealfall auch so schön aus wie hier auf dem Bild. Viel Arbeit und natürlich sehr viel Vereinsbeteiligung stehen hinter so einem geschlossenen Loch!
Neben dem Essentiellen wurde aber auch die Kosmetik nicht vergessen. Die Reling außen wurde gemalert, Anti-fouling erneuert und der schwarze Anstrich über der Wasserlinie neu gemacht. Hier zu sehen – ein Mitglied des Malertrupps A.
Ach, den Aufbau der Hanne Marie gibt es ja auch noch. Hier kümmert sich gerade unser Vereinsmitglied Eberhard (scheinbar mit viel Spaß) um die Aufbereitung des Schiebeluks!
Wenn wir nun unseren Blick wieder etwas tiefer neigen, sehen wir die erfahrenen Metallbauer Dag und Peter-Matrose, die sich liebevoll mit Flex und Hand der Ruderwelle zuwenden, damit sie auch haargenau in die Führung passt.
Arbeitspausen, wie hier auf dem Bild zu sehen, wurden eigentlich fast gar nicht gemacht, deshalb ist dieses Foto eine äußerste Rarität!
Wenn dann alle so fleißig mitarbeiten, wird’s auch ein schön überholtes Achterschiff. Da freut man sich doch! Oh Gott, oder gibt’s da Kopfschmerzen vom ganzen Arbeiten??
Insgesamt war das eine sehr schicke Bausaison, die für uns nur durch die aktive Vereinsarbeit möglich war!
Ach übrigens, seit Sonntag schwimmt die Hanne wieder auf eigenem Kiel und steht nicht mehr auf Schienen. Und sogar mit neuem Heimathafen-Schriftzug.
Wem’s jetzt juckt in den Fingern, die Hanne unter Wind und Segeln zu erleben – der Frühling klopft schon an die Planken!
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