Hanne Marie 2.0 oder einfach wieder richtig flott

Puh, eben mal über das Logbuch geflogen – der letzte Eintrag ist verdammt lang her. Und noch während ich diesen Satz schreibe, ist er da – dieser nervige Ohrwurm: …Verdammt lang her, verdammt lang… 
Also lieber schnell weiter im Text:

Jaaaaa – wir leben noch und jaaaaa auch die Hanne lebt natürlich noch und es geht ihr glänzend!
Wenn sich „normale“ Menschen zu dieser Zeit des Jahres um den Frühjahrsputz in der Wohnung, im Garten und im Auto kümmern, kümmern sich Traditionsschiffverrückte und -liebende eben um die gute, wertvolle, manchmal zeitraubende alte Dame. 


Da ist es ganz normal Verabredungen abzusagen, nicht erreichbar zu sein oder von der Familie Verständnis zu verlangen, bestenfalls binden wir sie aber einfach mit ein – zu tun gibt’s schließlich immer mehr als genug. Und notfalls erfolgt die Kommunikation eben über Botschaften am Rumpf…


Auch in der neuen Saison wollen wir Außenstehenden und Mitgliedern, Kennern und Neulingen, Jungen und Alten und einfach allen den Atem rauben. Sie schlicht und ergreifend mit dem Hanne-Virus infizieren, wie auch uns alle irgendwann das Fieber gepackt hat.


Heut also endlich mal ein kleiner Rück- und Überblick in Bild und Schrift von der Slip in Greifswald.



Wir brauchen allerdings keine „was bisher geschah“-Stimme, bekannt aus vielen amerikanischen Serien zu Beginn einer jeden Folge – vielmehr reicht ein Blick auf die Bilder, das Schiff scheint regelrecht zu erstrahlen, eine Verjüngungskur hat sie mitgemacht. Verdienter Erholungsurlaub sozusagen.





Die fast 100 Jahre sieht ihr niemand an.
Im Gegensatz dazu sind den fleißigen Seebären und Seebärinnen bestimmt die ein oder anderen grauen Haare gekommen, neue Sorgesfalten vielleicht auch. Auf jeden Fall aber einige Schwielen und Blasen an den Händen haben sie von der Arbeit, von unserer Art des Frühjahrsputzes mitgenommen.


Aber auch die verheilen – spätestes, wenn das Ansegeln stattfindet, man im Klüvernetz liegt oder neben der Hanne in der Ostsee badet ist sowieso alles vergessen. Was bleibt ist der Stolz und eine eben etwas andere Art der Zuneigung.

Aber natürlich, weil es auch einfach so beeindruckend und interessant ist, was da so am Schiff passiert ist, hier eine kleine Auflistung:
1. das Überwasserschiff komplett abgeschliffen
2. 4 Schichten Öl-Bootslack rauf
3. Nähte nachgezogen
4. Schanz geschliffen und mit Benar gestrichen
5. Ruder gezogen
6. Wellendichtung erneuert
7. und viele weitere größere oder kleinere Ausbesserungen



Neugierig?
Fleißige Hände sind immer gern gesehen, oder einfach mal vorbeikommen und die Hanne bestaunen.
Wir freuen uns auf euch.
Sonnige Grüße
Fränze

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