Gotland 2014 – Über Karlskrona nach Visby

Tag 8

Unser Ziel  Karlskrona. Heute zieht eine Front auf.  Der Wind kentert vormittags von NE auf SW und frischt auf. Alle sind beschäftigt mit Segeltrimm, das klappt nun hervorragend. 1. Reff, Klüver weg, Besan weg, 2. Reff, Fock weg. Die  Hanne Marie  hat den gischtgekrönten Riffen vor  Karlskrona  mit ihrem handtuchgroßen 2. Reff verächtlich ins Auge geblickt. Die dancing queen der achterlichen Brecher, die ihr weißes Röckchen um ihren schwarzen Rumpf legen. Wir sind eine gute Crew geworden alle 7, und freuen uns aufs Schiffsmuseum und eine Stadt zum Entdecken und Schlendern.



Tag 9

Die Front zieht durch mit Dauerregen und Starkwind. Wir bleiben schön wo wir sind und machen das Beste draus. Abends erzählt jeder von seinen Entdeckungen und es wird wieder vorzüglich gekocht.

Tag 10

Wir nehmen die Rückseite, der W (Westwind) passt ja prima!  Utklippan  bleibt an steuerbord und schon sind wir im  Kalmarsund. Mit dem stetigen Wind wird es heute nicht  Sandhamn, auch  Mörbylonga  nicht wie angedacht, sondern  Kalmar. Wir suchen uns den alten Hafen als Liegeplatz aus und erkunden abends eine mediterran anmutende Stadt in Feierlaune.




Tag 11

Die Rückseite steht noch und schiebt uns den Sund hoch. Eine Regatta mit drei Schwedinnen in ihrer Gaffelslup geht wohl unentschieden aus. Dann wagen wir uns in die Schärenwelt und landen tief in der schwedischen Sommerprovinz in  Mönsterås.

Tag 12

Heute nur noch Süd 3. Schon wieder Sonne satt. Wir wollen das Nordende von Öland erreichen und segeln bis 19:00 Uhr. Unser Hafen mit dem netten Namen  Byxelkrok  ist voll bis oben hin, unser versprochener Liegeplatz gehört einer Fähre, die gleich einlaufen wird. Im Hafenkino gibt es heute „Haikutter verholt kontralateral um 180°“, dann kochen wir Kaffee für die Ankerwache.




Tag 13 

Heute Flaute. Die Großwetterlage ändert sich. Für unsere letzte Etappe nach  Visby  müssen wir den Motor starten. Drüben dann eine alte Stadt mit recht jungem Inventar.






Tag 14

Das Schiff muss an die Tankstelle, Wasser bunkern und Gas, Bezüge waschen, putzen. Einige machen Ausflüge. Und abends stehen schon bekannte Gesichter an der Pier. Für mich wird es Zeit, die Seekarten einzurollen.








Holger

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